Aktuelles


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Urlaub 2005 in Tschechien 26. 5. 13

Die Angst der Männer 4. 12. 05

wer schützt mich? 29. 12. 05

Das letzte Jahr 7. 1. 07

Die Angst vor dem, was kommt, wenn der Rock zu Ende ist 8. 5. 07

Permanente Haarentfernung Teil I & II & III 17. 10. 07 / 9. 11. 07 / 14. 1. 08

Stoffe für Frauen 5. 9. 08

Petticoats und mehr 29. 9. 09

Urlaub 2005 in Tschechien

Vorweg eine kleine Änderung bei den Fotos. Meine Jungs sind nun "erwachsen", wie man so sagt. Sie haben beruflich ihren Weg gemacht und es ist schon lange überfällig, ihre Fotos hier herauszunehmen. Damit für sie keine unangenehmen Situationen entstehen. Dies im Mai 2013.

Die letzten beiden Wochen im Oktober war ich mit meinen Jungs im Riesengebirge wandern, natürlich im Rock. Es wird wohl bei so manch einer Frau auf Unverständnis gestoßen sein, denn alle trugen durchweg Hosen. Die Temperaturen lagen zu Beginn unseres Urlaubs nämlich unter null Grad. Aber es gibt ja Mikrofaser-Strumpfhosen. In diesen Teilen gibt es selbst bei minus 20° C keine kalten Beine. Dies scheint den meisten Frauen genauso unbekannt zu sein, wie die Böhmischen Dörfer die wir durchstreift haben.
Für meinen Geschmack ist das Wandern im Rock wesentlich bequemer, als in einer Jeans. Vorausgesetzt, der Rock ist weit genug und engt die Schrittlänge nicht ein.


Auf diesen Foto habe ich zwar eine Leggins an, sie ist aber genauso bequem wie eine Strumpfhose. Nur wärmer war sie auch nicht. Der entscheidende Vorteil einer Leggins ist natürlich der, dass sie haltbarer ist.



Zum Glück war das Wetter nicht jeden Tag so. Es gab auch Sonnenschein und zum Ende unseres Urlaubs hatten wir Temperaturen um die 20° C.
Das nächste Foto entstand eine Stunde später, auf der dem Wind abgekehrten Seite des Berges. Strahlende Sonne, keine Wolke am Himmel, aber im Schatten eiskalt.



Wir haben dort noch lange gesessen und fast vergessen, dass wir noch 10 km von uns hatten. In zwei Stunden war Sonnenuntergang. Dies wäre nicht weiter tragisch, würden die Wege nicht ausgetrockneten Flussbetten gleichen. Jeder Schritt musste wohl überlegt sein.


So einen guten Weg hatten wir nicht immer,



meistens waren unsere Wege in diesem Zustand.



Doch es ging auch geruhsamer zu.


An diesem Tag war die Schneekoppe unser Ziel. Als wir losgingen sah es noch gar nicht so aus, als ob es ein schöner Tag werden würde. Doch bereits auf 1200 Meter Höhe hatten wir alles, was uns Sorgen bereitete, im Tal gelassen.






Immer noch eine Herausforderung, auch im Rock.



Am Horizont ist im Dunst schon die Schneekoppe zu erkennen



Das Ziel nah vor Augen, doch es gilt noch 200 Höhenmeter zu überwinden. Für den ungeübten Wanderer ein Angriff auf die Beinmuskulatur. Als wir diese Tour gegen Ende unseres Urlaubs ein zweites Mal machten, habe ich für dieses Stück, statt einer halben Stunde, nur noch 15 Minuten gebraucht.



Es ist geschafft, der Gipfel ist erreicht.



Zur Belohnung ein herrlicher Ausblick. Der Nebel im Tal hat sich immer noch nicht verzogen.



Was hier so unscheinbar aus der Wiese quillt, ist eine der Elbquellen.



Um den Kritikern an meinem Outfit den Wind aus den Segeln zu nehmen, ich habe bei unseren Touren keine Laufmaschen bekommen. Selbst nicht bei dem Klettern in den Felsen. Somit kann also keiner behaupten, es sei die unpassende Kleidung.



Solch idyllische Plätze haben wir viele gesehen, doch nicht immer ist so wenig los. Ansonsten sei hier noch angemerkt, ich habe die Fotos absichtlich so ausgesucht, dass unbeteiligte Personen nicht darauf enthalten sind.



Hier das krasse Gegenstück zu den vegetationsarmen Bergen. Doch wer glaubt, man kann lange im Tal wandern, der täuscht sich. Bald geht es wieder erbahmungslos bergauf.


Doch man muss auch wieder irgendwie nach unten kommen. Für mich war es schwieriger als das Hochkommen. Es beansprucht die Knie gewaltig.



Dies ist der andere Elbzufluss, jedoch weiter unten im Tal.



Einige huntert Meter höher, sieht es dann so aus. Leider stand zu dieser Jahreszeit nicht genügend Wasser zur Verfügung. Dafür war es aber leicht vereist.



Mir war nicht kalt, jedoch allen anderen. Sie waren eingepackt wie im tiefsten Winter und konnten es bestimmt nicht auf die Reihe bekommen, dass ich bei diesen Temperaturen im Rock unterwegs war.



In diesen Farben nahmen wir Abschied vom Riesengebirge,



aber es wird bestimmt nicht der letzte Urlaub dort gewesen sein.


Was noch zu erwähnen sei, wir wohnten in einem Hotel mit ca. 60 anderen Gästen. Zuerst wurde auf Abstand geachtet, schließlich hatten die meisten wohl noch nie einen Mann im Rock gesehen und sie wussten nicht so recht, wie sie mir gegenüber auftreten sollten. Mit der Zeit haben sich aber zwei Gruppen gebildet. Die einen waren immer noch auf Abstand, bei den anderen bröckelte das Eis.

Eine Frau mit zwei kleinen Kindern sprach mich eines Tages vor dem Hotel an. Es ging gar nicht um meinen Rock. Als sie schon weitergegangen war, kam sie plötzlich ganz schnell zurück und ihr kleiner Sohn, ca. 6 Jahre, wollte von mir unbedingt wissen, warum ich denn einen Rock anhabe.

Ich erklärte ihm, dass ich mich darin wohl fühle und es mag. Seine Mutter musste noch etwas nachhelfen und erklärte ihm das so: Dein Onkel ... der liebt keine Frauen, der liebt Männer und dieser Mann mag keine Hosen, der zieht lieber einen Rock an. Das verstand er dann sofort. Und fortan, war es für ihn total normal, dass ich einen Rock anhatte. Jedesmal, wenn wir uns trafen, winkte er schon von weitem und freute sich, mich zu sehen.

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Die Angst der Männer

Ich hatte vor einiger Zeit ein Gespräch mit jemanden, der genau so wie ich, im gewissen Maß, auf die Toleranz seiner Mitmenschen angewiesen ist. Es machte mich nachdenklich, als er mir offenbarte, dass einige Männer wohl Angst hätten, wenn sie mich im Rock sehen. Der Gedanke war mir auch schon so einige Male gekommen, denn mit einem Lachen kaschiert man ja gewöhnlich auch seine Ängste. Aber die Begründung warum jetzt gestandene Männer gerade Angst haben sollen, war mir neu. Wir leben immer noch, auch mit fortschreitender Emanzipation der Frauen, in einer von Männern beherrschter Gesellschaft. Dies wird um so deutlicher, durch die Öffnung der Grenzen zum Osten. All das, was wir Männer über viele tausende von Jahren erstritten haben, wird durch die Emanzipation der Frau in Frage gestellt. Damit hat sich der Mann im Laufe der letzten Jahrzehnte abgefunden oder übt sich in Ignoranz. Jetzt kommt aber einer aus den eigenen Reihen daher und greift von hinten an. Dadurch, dass ich einen Rock trage, stelle ich mich in den Augen dieser, von ihrer männlichen Überlegenheit berauschten Männern, den Frauen gleich. In männlichen Kreisen wird man es wohl so sehen: Ich strecke die Waffen und ergebe mich den Frauen und ihrer Emanzipation.

Diese Sichtweise könnte man unter Männern gelten lassen, Frauen empfinden es etwas anders. Es soll an der Prägung liegen, habe ich mir sagen lassen. So wie die Männer mit jungen Jahren auf das Bild eines Mannes geprägt wurden, so ist es auch bei den Frauen. Sie haben ganz bestimmte Vorstellungen von einem Mann. Es ist ja noch gar nicht so lange her, da war er ihr Beschützer. Sie waren auf Gedeih und Verderb auf ihn angewiesen. Schließlich sorgte er auch für das leibliche Wohl. Wenn sich die Zeiten auch geändert haben, so sind diese Gedankenmuster immer noch drin in den Köpfen und ein Mann, der sich "wie eine Frau kleidet", kann ja wohl eine Frau nicht beschützen oder ernähren. Mann hätte es dann ja auch selber in die Hand nehmen können. Dann hätte man sich als Frau, bei der Emanzipation, auch die Hose sparen können.

Alles dreht sich immer wieder um die Hose. Sie ist der Dreh und Angelpunkt, wenn es um Macht und Dominanz geht. Eine Frau kann es sich gesellschaftlich heutzutage kaum noch leisten, keine Hose zu tragen. Genau so kann es sich eine Frau nicht leisten, zu akzeptieren, dass ihr Mann, ihr Beschützer und Ernährer, einen Rock trägt. Es sei denn, sie hat Rückgrad und jede Menge Selbstbewusstsein.

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Wer schützt mich?


Eigentlich bin ich ja eine Minderheit, eine sehr kleine Minderheit. Minderheiten werden heutzutage überall geschützt, egal um welche Minderheiten es sich handelt. Warum werde ich nicht geschützt? Nur weil ich als Mann einen Rock trage? Sollte dies nicht schützenswert sein? Liegt es daran, dass mein Rocktragen keine Tradition hat? Oder habe ich einfach keine Lobby? Egal, ich bin Bürger der Bundesrepublik Deutschland und mich schützt der Artikel 2 des Grundgesetzes. Darin steht eindeutig, dass die Freiheit des Einzelnen nicht eingeschränkt werden darf. Dennoch werden viele von uns, meist durch die engsten Angehörigen, in die Enge getrieben und genötigt, als Mann statt Rock lieber Hose zu tragen.

Was nützt aber die beste Gesetzgebung, wenn man sie nicht umsetzen kann oder sich nicht traut, sie umzusetzen und seine eigenen Belange zurücksteckt. Oft wird im Kreise der Familie die Befürchtung geäußert, dass man dem Spott der Gesellschaft ausgesetzt sei, wenn man als Mann nicht das trägt, was angeblich Norm sei. Aus Rücksicht auf seine Angehörigen, wird dann oftmals auf das tragen �Artfremder� Kleidung verzichtet.

Da ich der Auslöser für den Spott in der Gesellschaft bin, bin ich in den Augen meiner Liebsten auch dafür verantwortlich, dies abzustellen. Dass ihre Ängste aber unmittelbar aus der Gesellschaft genährt werden, die ihnen so lieb ist und auf die sie Rücksicht nehmen, erkennen sie nicht. Dabei wäre es doch ein Einfaches, eine klare Stellung zu beziehen, zu sagen, er gehört zu uns, vor ihm haben wir keine Angst, aber vor euch und eurem Getuschel.
Ich habe bisher wenige Männer getroffen, die, wie man so sagt, Nägel mit Köpfen gemacht haben. Auch mir ist es lange nicht so gelungen, mich eindeutig zu meinen Röcken zu bekennen. Heute, nach über drei Jahren, sehe ich es anders. Vor die Wahl gestellt, mich zu entscheiden, muss ich sagen: Ich habe für meine Sache gekämpft und auch so manche Niederlage einstecken müssen, doch was mich nicht umbringt, macht mich stark. Sollte ich nun das, was ich erreicht habe aufgeben, würde in meinem innersten etwas zerbrechen. Mein Selbstwertgefühl würde gegen �Null� gehen. Dies wird vielleicht um so verständlicher, wenn man beachtet, dass für mich das tragen von Röcken kein Modetrend ist. Ich habe mir meinen Stil erarbeitet und stehe dazu. Aus diesem Grund wäre es für mich, wenn ich meine Röcke aufgeben würde, genau das gleiche, als wenn ich mich aufgeben würde.

Meine Röcke sind für mich Weltanschauung geworden. Ich bedecke mit ihnen meine Blöße, genauso, wie früher mit einer Hose. Menschen, die von mir verlangen, meine Weltanschauung zu ändern, verlangen viel von mir, auch wenn es Menschen sind, die mir nahe stehen oder besser gesagt, standen. Ich habe mich nämlich inzwischen von dem Menschen, der mir sehr nahe stand getrennt. Ich habe es einfach nicht verstanden, alle Freiheiten zu haben und doch ein Gefangener zu sein. Eingeengt durch die Vorstellungen von Menschen, die auf Rücksichtnahme plädierten. Ich soll doch bitte auf meine Mitmenschen Rücksicht nehmen. Ich der nur einen Rock trägt. Anderen, die sich mindestens der üblen Nachrede schuldig gemacht haben, ist nichts vorzuwerfen. Aus so einer verlogenen Welt möchte ich keine Freunde haben. Meine Freunde sollen aufrichtig zu mir stehen. Sie brauchen nicht meine Röcke zu mögen, sie dürfen ruhig einen anderen Geschmack haben, aber sie sollen so tolerant sein, dass ich noch Luft zum Atmen habe und mir meine Freiheit lassen. Dies ist es doch, was uns das Grundgesetz garantiert.

Warum schützt keiner mich?

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Das letzte Jahr


Nachdem ich im Jahre 2006 hier unter "Aktuellem" nichts geschrieben habe, möchte ich nun dies nachholen. Viel ist geschehen. Was sich 2005 schon begann abzuzeichnen, ist eingetreten. Zuerst dachte ich, dass mich meine wiedergewonnen Freiheit erschlagen wird, doch mit der Zeit stelle sich Normalität ein. Ich bin weder in Alkoholexzesse abgedriftet, auch bin ich nicht des morgens immer in anderen Betten wach geworden. Lange Weile gab es auch nicht, ich hatte immer zu tun. Mein größtes Problem war es, genug Holz für den Winter vorrätig zu haben.

Das Jahr 2006 war für mich ein Jahr der Neufindung. Vieles, was mir sonst sehr am Herzen lag, habe ich ruhen lassen und mich auf wesentliches konzentriert. Es waren nicht nur die materiellen Dinge, die mir wichtig erschienen, auch legte ich sehr großes Gewicht auf das, was meine Seele betrifft.

Dieses vergangene Jahr tat mir gut und heute kann ich sagen, ich möchte nichts aus diesem Jahr vermissen. Es hat keinen großen Durchbruch in meinem Modebewusstsein gegeben, wie auch? Ich glaube, wenn bei jemanden wie mir, das tragen von Röcken zur Normalität geworden ist, er das Ende der Fahnenstange erreicht hat. Dabei ist nicht wichtig, was man trägt, sondern wie man es trägt. Bewegungsabläufe, die in einer Hose ganz anders als in einem Rock sind, lassen einen dann schon sehr feminin rüberkommen. Umgekehrt ist dies auch bei Frauen zu beobachten. Gerät dadurch nun ein Mann, welcher dies beobachtet, in einen Gesinnungsnotstand, pfeift mir vielleicht sogar noch hinterher, dann muss dieser sehr vorsichtig wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Man(n) verliebt sich ja nicht in ein paar schöne Beine oder in einen kurzen Rock. Damit es auch von Männern verstanden wird, welche IQ vielleicht anders definieren, habe ich mir meinen Bart immer noch nicht abgeschnitten. Soll er doch als das letzte Bollwerk zwischen dem stehen, was mich von den primitiven Wahrnehmungen anderer trennt.

Aber was mache ich mir über die ungelegten Eier anderer sorgen? Wichtig ist doch, dass ich mich gut fühle und sollte ich es eines Tage leid sein, Haare im Gesicht zu haben, kommt das Gestrüpp weg. Ob dies dann zu dem Zweck, mich feminin erscheinen zu lassen geschieht, möchte ich aus heutiger Sicht stark anzweifeln.

Ebenso möchte ich mein Handeln nicht analysieren. Ich hinterfrage ja auch nicht, warum ich manchmal lieber Fisch als Fleisch esse oder statt Bier lieber einen Rotwein trinke. Würde ich meine Neigungen ergründen, könnte es doch sein, dass ich irgend wann einmal Erkenntnis gewonnen habe und die Zusammenhänge klar erkenne. Was ist, wenn ich dann keinen Rock mehr anziehen mag? Dann habe ich doch eine Freude im Leben weniger. Dies hat nichts mit sich Dummstellen zu tun. Würde man alles Wissen in sich vereinigen, wo bliebe noch Raum für Fantasie? Nur wenn ich Abläufe nicht verstehe, mache ich mir um sie Gedanken. So oder so ähnlich ist es meinem Verständnis nach auch bei den Neigungen. Macht mir etwas keinen Spaß mehr, habe ich vielleicht keine Gedanken mehr daran. Also versuche ich mit Hilfe meiner Fantasie etwas neues zu erkunden.

Es war ein gutes Jahr das vergangene und ich hoffe, 2007 wird mindestens auch so gut werden.

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Die Angst vor dem, was kommt, wenn der Rock zu Ende ist


Vielfach habe ich den Eindruck gewonnen, das Beine für bestimmte Menschen so etwas wie Wegweiser sind. Für den einen sind sie der Weg zum Glück, für den anderen zur ewigen Verdammnis. Für die meisten sind sie abgestuft, irgendwo dazwischen angesiedelt. Einen Unterschied in der Sichtweise zwischen Männern und Frauen scheint es nicht zu geben. Auch ist mir aufgefallen, dass das Männerbein für Frauen genauso interessant ist, wie umgekehrt.

Ein Bein ist die pure Herausforderung an die Fantasie des Betrachters, so lange da noch ein wenig verdeckt bleibt. Dies scheint mir der wahre Grund zu sein, warum einige Menschen mehr Bein, die anderen gar nichts zeigen. Sie möchten nicht der Anstoß für die Fantasien ihrer Betrachter sein. Diese Fantasien einzugestehen, ist für viele unmöglich. Da wird dann schon lieber öffentlich über solch eine Provokation hergezogen und im stillen Kämmerlein, kann man seinen Fantasien ja freien Raum lassen. Ein jeder so, wie er es eben braucht.

Eine andere Form von gelebter Fantasie ist das auf sich projizieren. Viele Menschen sehen in allem was ihnen begegnet wohl immer zuerst sich selber. Je weniger Spielraum ihnen in dieser angenommen Rolle bleibt, um so größer ist die Angst, sich darin zu bewegen.

Zusammenfassend möchte ich sagen, je mehr Bein verdeckt ist, desto geringer ist die Angst des Betrachters, seine Fantasie könnte mit ihm durchgehen. Natürlich ist er sich dieser Sichtweise nicht bewusst. Für ihn sind seine Argumente eher vordergründig. Das Fatale ist nur, wenn es nichts mehr gibt, mit dem man etwas verdecken kann, also das Bein in seiner ganzen Länge sichtbar ist, dann hat auch keiner mehr Angst, vor Tatsachen, die da zutage kommen könnten.

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Permanente Haarentfernung


Als Mann mit Hose, war es mir relativ egal, wie meine Beine beschaffen waren. Was juckte es, wenn ich ein Fell wie ein Bär an den Stelzen hatte. Diese Einstellung änderte sich, als ich anfing Röcke zu tragen. Zuerst wurden die Zotteln noch mit einer Strumpfhose kaschiert, dann zur Probe der Unterschenkel rasiert und da es sich gut anfühlte, wurde schließlich das ganze Bein frei gelegt.

Leider war die Freude jeweils nur von kurzer Dauer, die Stoppeln der nachwachsenden Haare, waren mehr als unangenehm. Auch gab es vermehrt Haare, die den Weg an die Oberfläche nicht aus eigener Kraft schafften. Sie vagabundierten regelrecht unter der Haut, bildeten sogar kleine Knäule und mussten mit geeigneten Gerät entfernt werden. Oft entzündeten sich diese Stellen und es gab Narben. War kein Problem, denn als Mann steht es mir rechtmäßig zu, zu meinem Rock auch eine Strumpfhose zu tragen. Nach Aussage einer Frau, die es wissen musste, ist die Strumpfhose das Make-up für die Beine und hat somit auch an meinen Beinen alles abgedeckt, was da nicht hingehört.

Wenn ich überlege, dass ich mir nun schon sechs Jahre die Beine rasiere, habe ich bei zwei bis dreimal die Woche, ganz schön viel Zeit investiert. Bis vor 5 Wochen, da hat mir nämlich meine Hautärztin ein Angebot unterbreitet, das sehr verlockend klang. Permanente Haarentfernung, pro Bein 100 � und die Anwendung muss 3 bis 5 Mal wiederholt werden, weil die Haare nicht alle auf einmal wachsen. Sie macht die Haarentfernung mit Blitzlicht. Die Wirkung hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Nach zwei Wochen, haben sich die verbrannten Haare aus der Haut herausgeschoben, die neuen sind noch nicht gewachsen und das Bein ist glatt.

Ich gehe mal davon aus, dass die Haarwurzeln nachhaltig geschädigt werden und ein Nachwachsen später nach Abschluss der Behandlung nicht mehr möglich ist. In zwei Wochen habe ich den nächsten Termin. Wie es mir ergangen ist, ob es wirklich geholfen hat, werde ich hier berichten.

Zweite Behandlung

Vier Wochen nach meiner ersten Behandlung waren immer noch recht wenig Haare nachgewachsen. Viele steckten einfach nur noch in der Haut und warteten darauf, sich so weit herauszuschieben, um dann einfach auszufallen. Haare, die dagegen noch intakt waren, also mit Wurzel, waren sehr dünn und hell.

Es sind nun 10 Tage seit der zweiten Behandlung vergangen. Einige dieser feinen Härchen lassen sich schon problemlos mit der Pinzette entfernen. Ihre Wurzel ist also verbrannt oder wie auch immer. Nun sind 10 Tage noch recht früh, um eine Prognose abzugeben. Doch ich habe mir nun seit 2 Wochen meine Beine nicht mehr rasiert und sie sind relativ glatt. Bis auf diese feinen Haare, ist da nichts mehr und die werden auch immer weniger.

Zu den Abständen zwischen den Behandlungen möchte ich noch erwähnen, dass es meines Erachtens besser ist, mit der nächsten Behandlung, statt 4 Wochen, lieber 6 - 8 Wochen zu warten. Ein Haar, welches keine Wurzel mehr hat, schiebt sich wie ein gesundes Haar auch jeden Tag ein Stückchen weiter heraus. Es wird abrasiert und bleibt weiter in der Haut stecken, bis nichts mehr übrig ist. Bei mir war es so, dass diese Stummelhaare nach der zweiten Behandlung, verstärkt das Bedürfnis hatten, aus der Haut zu fahren. Es bildeten sich überall kleine Pusteln, die juckten und überall steckte ein kleines 1 - 2 Millimeter langes Haar drin. Es war der gleiche Effekt, wie bei eingewachsenen Haaren, nur dass sich diese Pusteln sehr schnell bildeten.

Doch das ist nun auch überstanden und war das einzige, was nicht so war, wie ich es mir vorgestellt habe. Meine nächste Behandlung werde ich, wenn noch nötig, im Januar machen lassen.

Dritte Behandlung

Nach der zweiten Behandlung habe ich eine 10-wöchige Pause eingelegt, um zu sehen wie viele der Haar noch intakt sind und wie vielen es den Rest gegeben hat. Ausgezählt habe ich sie natürlich nicht, aber schätzungsweise lag das Verhältnis bei 50%. In den letzten beiden Wochen, habe ich mich auch wieder rasieren müssen, was natürlich viel schneller ging, als vor der ersten Behandlung. Zu der vierten Behandlung habe ich eine Pause von 8 Wochen gewählt. So ist es meiner Ansicht nach besser zu beurteilen, wie die jeweilige vorhergehende Behandlung angeschlagen hat. Denn nach vier Wochen sind die wenigsten Haare nachgewachsen und zu schnell entsteht der Eindruck, dass alles optimal ist.

So wie die Entfernung der Haare an den Beinen möglich ist, können selbstverständlich auch alle anderen Haare entfernt werden. Für jemanden, der ständig zu spät aufsteht und aus diesem Grund nicht die Zeit für eine Rasur seines Kinnbereiches hat, dem würde sich diese Methode doch regelrecht aufdrängen. Es ist nicht nur die Zeitersparnis, auch die finanzielle Belastung hat sich schnell amortisiert. Wobei ein Kinn bestimmt nicht wie ein Bein 100 � kostet. Doch wenn Mann sich dann mal einen Vollbart wachsen lassen möchte, würde ich sagen, dem steht keiner mehr.

Wer Fragen hat, kann mich gern anschreiben.

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Stoffe für Frauen


Neulich bekam ich eine wirklich sehr nette Mail von einer Frau. Sie war insgesamt positiv geschrieben, was meine Vorliebe gegenüber Röcken betrifft. Doch ein Absatz machte mich stutzig. Ich zitiere ihn mal.

"ich persönlich finde es nicht schlimm das ein mann vielleicht mal einen rock trägt... und ich glaube dafür ist die modeindustrie nicht ausgestattet.. aber.. mal so unter uns.. es sind stoffe und kleider die sind nun mal auf frauen ausgerichtet ... von daher ist es schon schwer... ich meine männer tragen ... schottenröcke und ich finde es gibt auch röcke und kleider für männer die weniger auffalllen und die gleichberechtigung auch gut darstellen... ich weiss nicht genau welche art von rock du gerne trägst... das ist ja auch nicht mein leben ... oder mein ziel dich abzuhalten."

Die Bemerkung, Stoffe sind auf Frauen ausgerichtet, stieß mir irgendwie sauer auf. All das, was mich von einer Frau unterscheidet, sind Merkmale, die nicht eines besonderen Stoffes bedürfen. So habe ich Gefühle, die denen einer Frau sehr ähnlich sind. Ein jeder, ob Mann, Frau oder Kind, mag das weiche zarte Gefühl aus seiner Haut spüren. Wenn ich einer Katze oder meinem Kaninchen über das Fell streichele, ist das ein schönes Gefühl, nicht nur für mich. Ich mag es genauso, wie die Vielzahl von Frauen, wenn zarte Stoffe meiner Haut schmeicheln. Soll ich, nur weil ich ein Mann bin, einen kratzenden Pullover tragen? Nur weil es den Frauen oder meinen Mitmenschen so gefällt und das Bild von einem Mann aufrecht hält?

Ist es nicht an der Zeit, Männern das Gleiche zuzugestehen, wie es den Frauen schon lange angetragen wurde? Ja, ich glaube und das kenne ich noch aus eigener Erfahrung, Frauen werden von ihren Männern dazu gedrängt, ihrem Körper in zartes Gewebe zu hüllen. Es mag sein, dass es Ausnahmen gibt.

Ich trage gerne Jeans Röcke, weil sie leicht zu pflegen und robust sind, aber ich mag auch Seide oder ähnliches. Warum muss nun immer wieder das Klischee vom Mann herhalten, welches uns sagt, dass ein Mann, wenn er gleichberechtigt sein will, dann gefälligst einen Männerrock tragen soll. Will ich Gleichberechtigung? Wenn ja, dann auf der ganzen Linie. Ansonsten will ich nur "meinen" Weg gehen, mich emanzipieren, all das abstreifen, was ich für längst überholt halte.

Das Kleider für Frauen gemacht werden, ist unumstritten, Männer haben eben einen anderen Körperbau. Doch wenn ich mir Frauen von A bis Z ansehe, finde ich da noch gewaltigere Unterschiede. Wenn ein Kleid wirklich passen soll, passt es nur der Frau, die diese Maße hat, nach denen das Kleid geschnitten ist. Allen anderen geht es wie den Männern. Warum wenden Frauen denn so immens viel Zeit für den kauf eines Kleides auf? Irgendwann finden sie eins. Ich auch und das passt dann auch mir Mann.

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Petticoats und mehr


Vor einigen Wochen habe ich mir zwei Petticoats gekauft. Zuerst war ich unentschlossen, sie in der Öffentlichkeit zu tragen, doch dann habe ich einen Versuch gestartet und siehe da, tolle Reaktionen. Eigentlich ist solch ein Teil ja gedacht, um es unter dem Rock zu tragen, aber dazu ist es doch viel zu schade. Es sieht doch viel besser aus, es als Rock zu tragen.


Nun ist solch ein Petticoat natürlich nichts für alle Tage und auch schon die Fahrt im Auto wird zu einem Problem. Überall ist Rock, man findet nicht das Schloss für den Gurt, die Türe muss mit Bedacht geschlossen werden und die Handbremse hat sich in irgendwelchen Falten und Rüschen versteckt. Doch wenn man dann angekommen ist, ist es ein Genuss, sich zu bewegen und zu spüren, wie der Petticoat die Bein umspielt.


Etwas einfacher ist die Variante des Minikilts. Warum werde ich nur so oft gefragt, ob ich Schotte sei, als ob die jemals so etwas getragen haben. Der Preis steht auch in keinem Verhältnis zu einem echten Kilt.


Hier noch etwas außer Konkurrenz, mein Mittagessen, lieb wie immer, wartet schon in der Pfanne. Diesen Platz hat er sich selber gesucht. Jetzt frage ich mich, ist dieser kleine Kerl Suizid gefährdet, denn er sitz die meiste Zeit dort.



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