Maßnahmen gegen Spam

Spam wurde zu einem großen Problem: Zum einen nervt es, wenn man sein E-Mail-Postfach leert und zu 95% nur Spam vorfindet, zum anderen schädigt es in einem kaum vorstellbaren Maße die Weltwirtschaft (Schätzungen und Studien berichten von 25 bis 50 Mrd. US-Dollar).
Aus diesen Gründen möchte ich hier einige sehr einfache Möglichkeiten zeigen, um den eigenen Spambefall deutlich zu reduzieren:
  1. Spammer brauchen logischer Weise E-Mail-Adressen, an die sie Spam-Nachrichten verschicken können. Die Beschaffung erfolgt hierbei sehr effizient: Spezielle Programme (Bots) durchsuchen das gesamte Web nach E-Mail-Adressen und kopieren diese dann in eine Liste. Diese Listen werden dann für (viel) Geld an die Spammer verkauft, die automatisiert zu Tausenden ihre Spam-E-Mails verschicken. Verhindern Sie es deshalb unter allen Umständen, dass auf Websites ihre E-Mail-Adresse (und natürlich auch die Adressen von anderen) in Form von Text vorliegt. Eine einfache Möglichkeit ist, die E-Mail-Adresse in eine Grafik zu schreiben (z. B. mit GIMP oder auch Paint) und diese dann in einem geeigneten Format (z.B. PNG oder GIF) auf der Website zu bereitzustellen. Technisch gesehen wäre es selbstverständlich auch möglich, die E-Mail-Adresse aus dem Bild zu extrahieren, dies wäre aber den Aufwand nicht wert und in der Zeit, in der die nötigen Berechnungen hierzu stattfinden, könnte das Programm gut zehn andere Adressen (oder mehr), die im Textformat vorliegen, in die Liste eintragen. Aus diesem Grund werden Grafiken nicht nach E-Mail-Adressen durchsucht.
    Wie eine solche Grafik dann aussehen könnte, sehen Sie anhand meiner E-Mail-Adresse auf dieser Website:

    Da die Bild-Datei auch nur 563 Byte groß ist, spielt der höhere Traffic absolut keine Rolle. Die Versender von (hoffentlich seriösen) E-Mails müssen dann zwar die Adresse abtippen, aber ich denke dies ist zu verkraften.

  2. Um die ermittelten E-Mail-Adressen in der Liste zu verifizieren, schicken die völlig automatisierten Programme eine Test-E-Mail an jede der Adressen. In diesen E-Mails befinden sich Bilder, die aus dem Web nachgeladen werden. Geschieht dies, dann hat der Spammer die Gewissheit, dass die E-Mails auch gelesen werden und kann so die Listen noch verbessern und unbrauchbare E-Mail-Adressen herausfiltern.
    Dies zu unterbinden, ist im Grunde ganz einfach: Im E-Mail-Programm muss einfach das Nachladen von Grafiken aus dem Web deaktiviert werden.

    Bei diesem Vorgehen kann es zwar bei einigen Newslettern zu Problemen kommen, da hier häufig ebenfalls Bilder aus dem Web nachgeladen werden und dann die Produktbilder oder Ähnliches nicht angezeigt werden, aber oft kann man sich über einen Link in der E-Mail den Newsletter auch online auf der Website ansehen.

Was sie aber auf keinen Fall tun sollten ist, einem Link in einer Spam-Nachricht zu folgen!

Wer dies tut, der kann damit rechnen, seine E-Mail-Adresse aufgeben zu müssen, da er sich höchstwahrscheinlich zukünftig vor Spam nicht mehr retten kann!